Moira Tröndle-Stärk (Gemeinderat, bisher)
In meiner Freizeit spaziere ich gerne mit mir nahen Menschen und meinem Hund. Dafür schätze ich die Hirzler Hügel als Naherholungsgebiet bei jeder Jahreszeit. Sind die Hügel im Winter mit Schnee bedeckt, haben sie etwas sehr Versöhnliches und Reinigendes. Im Frühling erwacht auf ihnen das Leben und sie motivieren zu Tatendrang. In der kühlen Abendsonne im Sommer, wenn die Kühe friedlich auf den Hügeln grasen, locken sie zum Entspannen. Der Nebel im Herbst, der oft nur die Spitzen der Hügel hervorschauen lässt, verwandelt sie in eine mystische Naturerscheinung.
In meiner Jugend beschrieb man mich als «sozial im Herzen» mit einer überdurchschnittlichen Verantwortung gegenüber anderen Mitmenschen. Erst als Gemeinderätin merkte ich, dass diese Verantwortung auch manchmal zermürbend und ermüdend sein kann. Gerade in solchen Momenten ist es wichtig, einen Ort zum Auftanken zu finden.
Ein solcher Ort zum Auftanken liegt für mich im Hirzel auf 765 Meter Höhe. Links vom Restaurant Höchi steigt der Weg Oberi Chaseren an bis zu einer Aussichtsplattform mit einer Bank zum Verweilen. Die Weitsicht bis nach Rapperswil und zum Säntis helfen mir, meine Mitte wieder zu finden. Meine Sorgen relativieren sich und ich werde ehrfürchtig gegenüber wirklich Grossem, wie zum Beispiel der Natur und ihrer essenziellen Bedeutung für uns. Hier ist der richtige Ort für mich, um meine Gedanken zu sortieren und meine Mitte wieder zu finden.
