Schulhaus Horgenberg: Innovatives Horgen – die erste Tagesschule am linken Zürichseeufer.

Christa Scheidegger (Sozialbehörde, bisher)

Wer der Hektik entfliehen will, geht zu Fuss oder fährt mit dem Postauto auf den Horgenberg. Er ist die Horgner Naherholungszone par exellence, in der auch ich meine Seele baumeln lassen kann.

Sogar ein kleines Schulhaus nennt der Horgenberg sein Eigen. Kaum zu glauben, dass dieses vor knapp 20 Jahren wegen zu geringer Kinderzahl fast geschlossen werden musste. Horgen zeigte sich innovativ und eröffnete auf dem Horgenberg die erste Tagesschule am linken Zürichseeufer.

Am Anfang war die Skepsis gross. Zum ländlichen Leben gesellten sich nun städtische Gepflogenheiten. Schule und Eltern brauchten Zeit, um sich zu finden, sich anzunähern und Vorurteile abzubauen. Dazu konnte auch ich einen Beitrag leisten. Als Mutter unterstützte ich aktiv die Schulanlässe und als Mitglied des Elternrates und später als dessen Vorsitzende förderte ich den gemeinsamen Weg. Durch das gegenseitige Sich-Finden fand Integration auf kleinster Ebene statt. Als politischer Mensch ist es mir wichtig, dass wir uns offen begegnen und aufeinander zugehen, damit Fremde nicht fremd bleiben.

Inzwischen haben sich die Zeiten geändert und Horgen bietet in jedem Schulhaus Mittagstische und Tagesschulplätze an. Diese Entwicklung verursacht steigende Kosten für die Gemeinde. Damit Horgen für Eltern mit schulpflichtigen Kindern weiterhin attraktiv bleibt, ist es mir ein Anliegen, dass sich Horgen auch in Zukunft innovativ zeigt und die Kosten für die schulergänzende Betreuung für einkommensschwächere Familien unterstützt.

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